FREMDGÄNGE

Österreich/Spanien 2003; Regie: Christine Pramhas; Drehbuch: Christine Pramhas; Kamera: Harold Naaijer; Schauspieler: Clota Claudia Toledo, Zuhur Kurdi, Sabine Lesse, Pilar Cabanas; 50 Min.
Ohne Altersbeschränkung

4 Frauen gehen fremd, gehen in die Fremde.
Warum? Warum geht jemand weg, der dazu nicht gezwungen ist, welche Sehnsucht treibt uns fort, wenn uns nichts zwingt? Das ist die zentrale Frage des Films der Salzburgerin Christine Pramhas. Clota Toledo, Zuhur Kurdi, Pilar Cabañas und Sabine Lesse verlassen ihre Länder, ihre vertrauten Umgebungen, ihre Familien, ihre Freunde, ihre Berufe, ihre Sprache, ohne durch offensichtliche politische Gewalt oder wirtschaftliche Not gezwungen zu werden.
Die Frauen erzählen ihre Geschichte, von einer Kindheit, die zerrissen wird, einer Sehnsucht nach einem fernen Ort oder einem fernen Menschen, von der Not sich beweisen zu wollen, zu wachsen, mutig zu werden und stark.
Die Erzählungen der Frauen sind paarweise montiert: Clota Toledo aus Argentinien und Zuhur Kurdi aus Syrien kommen von anderen Kontinenten, bringen ihre Bilder und Wünsche mit. ›Jetzt komme ich nach Europa, in die erste Welt. Und ich war überzeugt, dass Machismus hier nicht existiert!‹, erzählt die Argentinierin Clota Toledo. Die Deutsche Sabine Lesse und die Spanierin Pilar Cabañas haben ihr halbes Leben in der Fremde verbracht. Sabine Lesse ist in Spanien verheiratet und hat zwei Kinder. Pilar Cabañas heiratete einen Österreicher und lebte zuerst in Salzburg und nun in Wien.
So zeigt der Film Menschen, die ihr Land verlassen haben und deren Fremdsein zum Spiegel wird für Ängste und Sehnsüchte eines jeden Lebens.
Nach dem Film steht die Regisseurin für ein Gespräch zur Verfügung.

Der Film lief zuletzt am 06.02.2004.

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