THE WAY

DEIN WEG

Spanien/USA 2011; Regie: Emilo Estevez; Drehbuch: Emilo Estevez; Kamera: Juan Miguel Azpiroz; Schauspieler: Martin Sheen, Deborah Kara Unger, James Nesbitt, Emilio Estevez; Musik: Tyler Bates; 123 Min., OF Englisch mit UT in Deutsch

Kurzinhalt:
DER WEG ist eine inspirierende Reise entlang des ›Camino de Santiago‹ und erzählt die anrührende und hoffnungsvolle Geschichte des amerikanischen Arztes Tom, gespielt von Leinwandlegende Martin Sheen, der sich nach dem Tod seines Sohnes auf eine Pilgerreise durch Spanien begibt. Zunächst skeptisch gegenüber dem Wirbel um den Jakobsweg, zieht die unergründlich-magische Kraft des Camino auch ihn schon bald in seinen Bann. Regisseur Emilio Estevez ist es gelungen, den Mythos des berühmten Pilgerwegs in wundervollen Bildern einzufangen und ein bewegendes Stück Freiheit auf der Kinoleinwand zum Leben zu erwecken.


Langinhalt:
Tom Avery ist ein erfolgreicher Augenarzt in Kalifornien. Sein Leben abseits der Arbeit beschränkt sich aufs Golfspielen im Country Club, bis eines Tages ein schicksalhafter Anruf alles verändert: Sein einziger, erwachsener Sohn Daniel ist auf der ersten Etappe des legendären Jakobswegs in einem Sturm ums Leben gekommen. Tom macht sich sofort auf den Weg nach St. Jean de Port in den französischen Pyrenäen. Kurz entschlossen entscheidet er sich vor Ort, stellvertretend für seinen Sohn den Pilgerweg nach Santiago de Compostela zu gehen. Schon nach wenigen Tagen gelingt es dem in sich gekehrten, schweigsamen und abweisenden Tom nicht mehr, sich den Kontakten anderer Pilger zu entziehen. Eine Kanadierin, die sich das Rauchen abgewöhnen will, ein beleibter Holländer, der abnehmen will, und ein irischer Reiseschriftsteller mit Schreibblockade bilden gemeinsam mit Tom auf der langen Wanderung mehr und mehr ein unzertrennliches Quartett, das sich gegenseitig zunehmend öffnet und freundschaftliche Gefühle zulässt.
THE WAY ist auch ein familiäres Projekt: Martin Sheen pilgert hier gleichsam unter der Regie seines Sohnes Emilio Estevez (BOBBY) über den Jakobsweg. Die Schauspiellegende ›glänzt hierbei mit einem reduzierten Spiel, das ganz auf störrische Präsenz setzt und gleichzeitig von erstaunlicher Vitalität ist‹ (EPD-FILM). Estevez‘ Inszenierung ist schlicht, vermeidet alles Spektakuläre. Er gibt seinen Helden viel Raum, lässt sich viel Zeit, um das langsame Kennenlernen seiner Figuren zu schildern. Auf dramatische Probleme, die es zu überwinden gilt, wird ebenso verzichtet wie auf plakative Momente der Selbsterkenntnis. Für die spirituell-religiöse Komponente des Pilgerwegs interessiert sich der Film weniger, statt dessen beeindruckt er mit wildromantischen spanischen Landschaftsbildern und stimmungsvoller Musik.
›Was DEIN WEG an Außerordentlichem leistet‹, schreibt filmrezension.de, ›sind sehr gute Dialoge, gekonnte Szenen der Komik und herzerwärmende kurze Begegnungen. Und es ist die ergreifend idyllisch-pastorale Schönheit der Natur, die Lust aufs Wandern macht.‹

Der Film lief zuletzt am 14.10.2012.

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