DAS VERFLIXTE 3. JAHR

L’AMOUR DURE TROIS ANS

Frankreich 2012; Regie: Frédéric Beigbeder; Drehbuch: Frédéric Beigbeder, Christophe Turpin, Gilles Verdiani (nach dem Roman ›Die Liebe währt drei Jahre‹ von Frédéric Beigbeder); Kamera: Yves Cape; Schauspieler: Gaspard Proust, Louise Bourgoin, Joey Starr, Frédérique Bel u.a.; Musik: Martin Rappeneau; 100 Min., OF Französisch mit UT in Deutsch

Marc Morronnier, ein scharfzüngiger Literaturkritiker und Gesellschaftskolumnist, lässt sich von seiner Frau Anne scheiden. Er ist sich vollkommen sicher, dass wahre Liebe das ›verflixte dritte Jahr‹ nie überdauern kann. Als Beleg seiner These schreibt er sogar ein Buch, welches gespickt ist mit zynischen Aphorismen über die Unmöglichkeit der Liebe: ›Im ersten Jahr kauft man die Möbel. Im zweiten stellt man sie um. Im dritten teilt man sie auf.‹ Nachdem es zunächst nur Absagen hagelt, findet der Roman dann doch noch einen Verlag, wo er unter einem Pseudonym veröffentlicht wird und eine Sensation auf dem französischen Buchmarkt wird. Als dann Alice, die atemberaubende Frau seines Cousins in Marcs Leben tritt und dem angehenden Bestsellerautor vollkommen den Kopf verdreht, geraten dessen Überzeugungen schwer ins Wanken und sein Bestseller gerät zum unüberbrückbaren Hindernis.
Dem französischen Bestseller-Autor Frédéric Beigbeder gelang einst mit dem Roman ›39,90‹, einer bitterbösen Abrechnung mit der Werbe- und Konsumwirtschaft, der literarische Durchbruch. Mit DAS VERFLIXTE 3. JAHR, der Verfilmung seines eigenen, autobiografisch gefärbten Romans aus dem Jahr 1997, gibt er nun sein Regiedebüt. Wiewohl als romantische Komödie konzipiert, nähert sich der Film seinem Thema – der Liebe – eher von einer pessimistischen Weltsicht. Der Zynismus, die Verbitterung und das selbstmitleidige Gebaren der egozentrischen Hauptfigur zeitigt hierbei wunderbar scharfzüngige Kommentare und starke Sprüche. Formal bedient sich der Film mitunter der verspielten Ästhetik von Werbeclips, während erzähltechnisch gekonnt die flirrende Atmosphäre von Nouvelle Vague-Klassikern imitiert wird. Abgerundet wird das Ganze mit Gastauftritten von Stars der französischen Literaturszene sowie einer berührenden Begegnung mit der Musikerlegende Michel Legrand. ›DAS VERFLIXTE 3. JAHR‹, schreibt Le Parisien, ›ist eine Komödie, an die man sich auch in drei Jahren noch gerne erinnern wird.‹ Und Le Point meint: ›Frédéric Beigbeder offeriert uns eine schöne popliterarische Romanze, eine Art französisches Pendant zu HIGH FIDELITY von Stephen Frears.‹

Der Film lief zuletzt am 24.08.2012.

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